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Italienisch

wir versuchen uns als pastaiolo

Vor drei Wochen in Foligno kamen wir zufällig pünktlich an jenem kleinen Restaurant vorbei, bei dem der bärtige Koch mit seiner gestreiften Schürze in der Tür stand und alle Vorbeikommenden zur gleich beginnenden Demonstration zur Herstellung von "sfoglia" einlud.

Es war während des Festivals "I primi d'Italia", dass viele Restaurants der Stadt zusätzlich zu den offiziellen Angeboten eigene Aktionen starteten.

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So saßen wir dann, zusammen mit italienischen Hausfrauen und wissenden Männern, auf den in Reihen gestellten Stühlen im Eingangsbereich des Restaurants und hörten dem Pastabäcker zu, der aus 4 (befruchteten) Eiern und 400g Mehl (Typ 02) leckere Tagliatelle herstellte.

Zunächst erscheint es ganz einfach Nudelteig zu machen. Es braucht lediglich Eier und pro Ei 100g Mehl.
In Wahrheit aber - und das sollten wir in der nächsten halben Stunde erfahren - ist Nudelmachen eine Wissenschaft für sich.

Seine Nonna würde zum Beispiel - so in Zuschauer - keine Nudeln machen, wenn sie sich nicht gut fühle oder ihre Hände zu kalt seien.

Ausserdem darf nur auf Holz geknetet und gerollt werden, weshalb das Herstellen von Nudeln für gastronomische Zwecke per Hand auch nicht erlaubt ist.

Mit größtem Geschick hat der dicke Pastabäcker den Teig gekneten bis beim Auseinanderziehen keine weißen Streifen mehr zu sehen waren. Dann hat er den Fladen so dünn ausgerollt, dass man fast durchsehen kann. Das muss so sein. Die Teigplatte aufrollen und in schmale Streifen schneiden. Die geschnitteten Nudeln schnell auseinanderziehen und mit Gries bestreuen, damit der Koch, der gleich die langen Streifen ins Wasser wirft, am Ende nicht einen großen Teigklumpen sondern viele einzelne leckere Tagliatelle aus dem kochenden Wasser fischen kann.

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Ich fand das großartig den beiden zuzusehen. Dem Koch der vom 3 Stunden lang kochenden Sugo erzählt und dem Pastabäcker, der eine halbe Stunde auf dem Teigklumpen herumknetete und über Nudeln philosophierte...


Wieder zu Hause von unserer Hochzeitsreise fanden wir in unseren Geschenken eine Nudelmaschine (Ein dickes "Danke" an die Schenker!), die wir natuerlich gleich am darauffolgenden Wochenende ausprobieren mussten.

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für ca 500g frishe Nudeln (ca 5 Portionen)

4 Eier
400g Mehl Typ 550
+ weiteres Mehl zum Ausrollen

Aus den Zutaten einen geschmeidigen Teig kneten (bis keine weißen Streifen zu sehen sind, wenn man den Teig auseinanderzieht)

Zu dünnen Platten ausrollen, aufrollen und in Streifen schneiden. Oder den Anleitungen einer Nudelmaschine folgen.

In sprudelnd kochendem Salzwasser 2-3 Minuten bißfest kochen.

Mit leckerem Sugo oder frischem Pesto servieren.

Home-made Gnocchi di patate

auf Deutsch
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When talking about gnocchi friends of mine keep telling a story:
They had dinner guests one and tried to impress them with home made gnocchi di patate. Everything was fine until the put the rolled tiny little lumps in the pot with the boiling water.

Out came not a bowl full of gnocchi but one huge gnoc.

So I was a little afraid last friday night when I tried this new recipe (out of a cookbook I got as a Christmas present). But it wasn't just trying to make a well approved recipe - I also messed with it. The one I had called for spinach (which is a no-go when your sweetheart hates spinach even more than he hates salad,...).

THE TRICK is to BE QUICK.
Do not knead the dough longer than absolutely necessary, since otherwise it turns into a sticky mess, ehm, mass within a second.


gnocchi di patate
one meal for 4 (or 2 for 2)

600g potatoes
200g flour
3 egg yolks
Salt, nutmeg
extra flour

1. boil the potatoes until very tender
2. mash the potatoes and put them in a large bow.
3. Form a hole in the top of the "potato-mountain" and drop in the egg yolks, a pinch of salt and nutmeg to taste. Add the flour.
4. In a large pot bring salted water to a boil (is this correct English???).
5. Remember to be quick when kneading everything to a smooth dough.
6. Form long and thin snags/sausages and cut them into 1inch long pieces. Press each with a fork.
7. Boil the gnocchi in for 2 minutes (until they swim on top) .

Serve with melted butter and sage or with fresh pesto, or with a simple tomato sauce.....

They are great the next day when you stirfry them in extra virgin olive oil for a couple of minutes!


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Selbstgemachte Gnocchi di patate

in English
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Immer wenn das Gespräch auf Gnocchi kam, erzählten gute Freunde von mir die selbe Geschichte (und irgendwann habe auch ich immer diese Geschichte erzählt):
Sie hatten Gäste zum Abendessen und wollten sie mit selbstgemachten Gnocchi beeindrucken. Alles lief super bis zu dem Zeitpunkt als die vielen kleinen Gnocchi ins Wasser geworfen wurden.

Heraus kam nicht etwa eine Schüssel voller dampfender Gnocchi, nein, EIN Riesen-Gnoc.

Ich hatte also ein wenig Angst ob dieses Experimentglücken würde, als ich mir letzten Freitag in den Kopf setzte es soll zum Abendessen Gnocchi geben. Ich wollte ein Rezept ausprobieren, das ich in meinem Weihnachtsgeschenk (ein Kochbuch, was sonst) gefunden hatte. Das Problem war nur, dass ich es leich ändern wollte musste, weil meine bekochte bessere Hälfte numal keinen Spinat isst. Kindheitstrauma vielleicht?

Der Trick ist schnell zu sein.

Der Teig darf auf keinen Fall länger als unbedingt nötiggeknetet werden. Sonst verwandelt er sich binnen Sekunden in eine viel zu klebrige fast-flüssige Masse.


Gnocchi di patate
ein Essen für 4 (oder 2 für 2)

600g Kartoffeln (festkochend)
200g Mehl
3 Eigelb
Salz, Muskat
extra Mehl zum Ausrollen

1. Die Kartoffeln kochen bis sie sehr weich sind. Ausdampfen lassen.
2. Die Kartoffeln pressen oder stampfen (wie für Brei) und in eine groß Schüssel geben.
3. In der Mitte des Kartoffelberges ein Loch formen und Mehl, die Egelbe und die Gewürze hineingeben.
4. Gesalzenes Wasser in einem großen Topf zum Kochen briingen.
5. Jetzt beim Kneten schnell sein (nicht vergessen!) und dann den Teig zu langen dünnen Rollen formen. Stücke von ca 2cm abschneiden und mit der Gabel auf einer bemehlten Fläche leicht eindrücken.
6. Die Gnocchi ca min in fast kochendem Wasser ziehen lassen (bis sie auf der Oberfläche schwimmen.

Mit zerlaufener Butter und Salbei, mit Pesto oder mit einer Tomatensosse servieren,....

Sie schmecken leicht in Olivenöl angebraten auch am nächsten Tag noch. Dazu sollte man sie aber in einem unverschlossenen Gefäß (und nicht im Kühlschrank) aufbewahren, da sie sonst Wasser ziehen.


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Rotes Pesto

in English

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Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie und wo ich zum ersten Mal Pesto gegessen habe. Vor vielen Jahren, als ich Christoph in Koeln besuchte erzaehlte er, dass er oft Abends einfach Pasta kocht. Manchmal mit frischem Gemueso oder Sosse, manchmal aber auch einfach mit Pesto. Was ist Pesto? Muss ich wohl gefragt haben,...

Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, wie es passieren konnte, dass mich meine Eltern grossgezogen haben ohne Pesto und wie ich die ersten drei Jahre meines Studiums ueberleben konnte ohne diese einfache italienische "Fast-Food" Alternative: Pasta mit Pesto (frisch geriebenem Parmesan und Basilikum vom Balkon).

Seit damals habe ich viel ueber Pesto gerlernt:
Wie man es zubereitet (das ist keineswegs ein triviales Unterfangen! Es streiten sich die Geister ob man Kochwasser zufuegt die Nudeln mit dem Pesto im Teller oder im Topf mischt,...) welches Pesto und welche Nudeln man benutzen muss, sowie einiges ueber italienische Maenner und ihr Verstaendnis von Kochkuensten.

Schliesslich lernte ich, wie man Pesto selbst machen kann. So zum Beispiel:

Rotes Pesto

1/2 cup geroestete Sonnenblumenkerne
1 1/2 cup getrocknete Tomaten
25g (frozen) Basilikum
1 Zehe Knoblauch
3-4 EL Olivenoel

alles im Mixer puerrieren. (Wir haben experimentell wiederlegt, dass die Benutzung eines Puerrierstabs nicht zu empfehlen ist.)
Fertig!

Make your own "pesto rosso" in just 5 minutes

auf Deutsch

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I still remember the day I first ate pesto. Christoph and I were just
together for a couple of weeks and I was visiting him for the weekend.
He told me, that he eats pasta (almost) every night. Sometimes with a
creamy tomato sauce, sometimes with fresh vegetables and sometimes with
pesto.

Now I can't even imagine how it had happened, that I've never eaten
pesto before. This simple but delicious Italian interpretation of fast
food: Pasta with pesto (and maybe a little extra parmigiano).

In the last couple of years, I've learned a lot:
How to prepare ( that you have to mix the pesto with a little extra virgin olive oil, drain the pasta and put it back in the hot pan. THEN add the pesto and
stir it before putting it onto one (or two) plates.)
which pesto and which kind of pasta to use and a lot about Italien men that claim they are able to cook.

And, finally, I've learned how to make pesto myself:

red pesto

1/2 cup roasted sunflower seeds
1 1/2 cup sundried tomatoes
25g (frozen) basil
1 clove of garlic
3-4 Tbsp of extra vergin olive oil

mix everything in the blender

(Do not usa an immersion-/hand-blender, this is going to be a mess!)

risotto or pizza or risotto or ...?

Deutsch, bitte.

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Him, sleepy, not yet fully awake:
"There's nothing better than beeing in bed during the day, looking out of the window and continue sleeping. Therefore I'm working all week long. You know what I was hoping?"

"That there is fruit salad and coffee next to you bed, the moment you wake up?"

"That would be great!"

We've had friut salad and coffee, went for a long walk and made dinner.

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Pizza or Risotto? Why not ..

Risotto-Pizza
Reipe from: "schöner essen" volume 2/2004
serves 4-6

1 onion
2 Tbsp olive oil
400g Risotto-rice
150 ml white wine
750 ml vegetable broth
400g canned tomatoes
200g Mozarella
Oregano, salt, pepper
2 cloves garlic
200g cherry tomatoes
2 egg yolk
50g Parmesan
50g black olives
rocket (for decoration)

1. Peel and cut the onions. Stir-fry the onions together with the rice in olive oil. Add white wine and enough broth to cover the rice. Little by little add broth, stir occasionally until the rice is done. Takes approximately 25 min. Add the egg yolks and parmesan.

2. Cover a baking sheet with baking paper and equally spread the risotto. Let it cool.

4. Heat the oven to 250°C.

3. Dry the mozarella and cut it into small pieces. Season the canned tomatoes with salt, pepper and oregano. Also add the garlic. Cut the cherry tomatoes in half.

4. Spread the seasoned tomatoes over the risotto-pizza and decorate with black olives, cherry tomatoes and mozarella. Bake for 20 min.

5. Decorate with rocket and enjoy!



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Pizza oder Risotto, oder doch Pizza?

English

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Er, verschlafen am Aufwachen:
"Es gibt nicht schöneres als mittags im Bett zu liegen, rauszugucken und weiterzuschlafen. Dafür geht man die ganze Woche arbeiten, dass man am Wochende so daliegen kann. Weisst Du was ich gehofft habe?"

"Dass es, wenn ich aufwache Kaffee und Obstsalat gibt?"

"Genau. Das wär jetzt schön."

Obstsalat und Kaffee, dann einen langen Spaziergang und am Abend: Kochen!

Pizza oder Risotto? Diese Frage stellt sich nicht:

Risotto-Pizza
Rezept aus: "schöner essen" Heft 2/2004
für 4-6 Personen

1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
400g Risotto-Reis
150 ml Weißwein
750 ml Steinpilz- oder Gemüsebrühe
2 Dosen Pizzatomaten (Abtropfgewicht 400g insgesamt)
200g Mozarella
Oregano, Salz, Pfeffer
2 Knoblauchzehen
200g Kirschtomaten
2 Eigelb
50g Parmesan
50g schwarze Oliven mit Stein
1/2 Bund Rucola

1. Zwiebeln fein würfeln. Reis und Zwiebeln in Olivenöl bei mittlerer Hitze kurz andünsten. Mit Weißwein ablöschen. Reis mit heißer Brühe auffüllen bis er knap bedeckt ist. Offen ca 25 min. lang garen und nach und nach wieder Brühe auffüllen. Rühren nicht vergessen! Am Ende Eigelb und Parmesan unterrühren.

2. Backblech mit Papier auslegen und Risotto darauf flach verstreichen und abkühlen lassen. Reicht genau für 2 runde Pizza-Bleche.

4. Ofen auf 250°C vorheizen. (Umluft 230°)

3. Pizzatomaten abtropfen lassen. Mozarella trocken tupfen und in Würfel schneiden. Die Tomaten mit Pfeffer, Salz und Oregano würzen. Knoblauch dazu pressen. Kirschtomaten halbieren.

4. Pizzatomaten darauf verstreichen, mit Kirschtomaten, Oliven und Mozarella belegen. Bei 250° etwa 20 min backen.

5. Mit Rucola dekorieren und geniessen!



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"einfach" Pizza

Mit der Pizza ist das so eine Sache. Eigentlich kann man nur alles falsch machen. Es sei denn man ist im Besitz eines Holzofens und der Überzeugung das richtige Rezept zu verwenden.

Was eine richtige Pizza ist, dazu gibt es viele Meinungen. Da ist die selbstgemachte von Mama, die aus der Stammpizzeria um die Ecke (wo man, wie mein Papa, immer die selbe bestellen kann und die freundliche Besitzerin das auch schon auswendig weiss), die dicke "Amerikanische Pizza", wie man sie mit oder ohne Käserand bei Pizza Hut oder ähnlichem kaufen kann und viele andere. In Chicago berühmt ist die deep dish pizza. Eine ziemlich heftige Angelegenheit, die in meinen Augen die Bezeichnung Pizza nicht so ganz zurecht trägt. Wer das Original probieren will muss sich in die Schlange vor Gino's einreihen. An die meisten Hotels wird nicht geliefert.

Selbst die Italiener sind sich nicht einig, ob nun die römische oder Pizza Napoli das einzig wahre Original ist. Zur Sicherheit werden da schonmal eine Vereinigung für die original Neapolitanische Pizza gegründet.

Eines ist sicher, die aus dem heimischen Backofen schmeckt nie so, wie die aus Pizzabäckers Steinofen. Es gibt trotzdem ein paar Dinge, die (einmal beachtet) eine selbstgemachte Pizza leckerer machen. Zum einen braucht man den richtigen Teig (Rezept siehe unten), zum anderen muss der Belag stimmen (d.h. darf auf keinen Fall zu dick sein) und zuletzt gibt es einen Trick für die Zubereitung.

Man heize den Backofen so heiss wie möglich (ja, auf die Maximaltemperatur) vor. Am besten schaltet man dazu nur die Unterhitze ein, wenn der Backofen das kann. Dann schiebt man die Pizza auf der untersten Schiene für nur ca. 8-10 Minuten in den Ofen.
Die Kräuter verbrennen nicht, der Käse ist gerade so dabei sich gold zu färben und der Boden ist wunderschön knusprig! Wenn man Glück hat macht der Teig auch große Blasen. Diesmal leider nicht, die Pizza war trotzdem lecker.


Pizzateig für 2 kleine runde Pizzen:
250g Mehl
1/8 l Wasser (lauwarm)
1/2 Block Hefe
1Tl Salz
1 Prise Zucker
4 EL Olivenöl
das ganze zu einem glatten Teig verkneten und an einem warmen Ort (z.B. im Backofen bei 50 Grad) mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Nochmal verkneten und nochmal die gleiche Zeit gehen lassen. Dann zu zwei gleich grossen Pizzen ausrollen und belegen.

....

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