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aus Omas Küche

Hefezopf

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Die Geister streiten sich, ob Hefeteig zu machen leicht oder doch nicht so einfach ist. Meiner Oma jedenfalls gelingt er immer. Sie hat diese alte Küchenwaage, an der man noch kleine Gewichte hin und her schieben muss um die flache silberne Schaale auszubalancieren. Hunderte Mal wird sie sie benutzt haben - aber mittlerweile nicht mehr für Hefeteig.

Sie schüttet einfach einen Haufen Mehl auf den Küchentisch, drückt eine Mulde hinein, bröselt frische Hefe hinterher, streut etwas Zucker rein und gibt ein bisschen warme Milch dazu. Dann kurz warten, bis die Mischung Blasen schlägt. Erst dann kommen die weiteren Zutaten (mehr Milch, Salz, Butter) dazu und der Teig wird geknetet.

Ich habe lange gebraucht so geschmeidigen Teig hinzubekommen, der von einer anfangs pappigen Masse sich auf wundersame Weise nach einiger Knetzeit wieder vom Tisch löst und sich zu einem geschmeidigen Teig verbindet.

033/365 - 20090328

Ich habe lange gebraucht, dass mein Hefeteig weder speckig noch trocken, weder zu flüssig noch zu fest ist.
Am Samstag hat es geklappt.

Zwei Dinge habe ich verändert: ich hatte frische Hefe und ich habe die Butter in der Milch aufgelöst, statt sie zimmerwarm unterzukneten.
Ob das Ergebnis reproduzierbar ist? Wir werden sehen.

Der Zopf jedenfalls war viel zu schnell leer.




Zutaten für 1 Riesenzopf
(oder zwei kleine)

500g Mehl
250 ml Milch
75g Butter
1 Würfel frische Hefe
70g Zucker
1 Prise Salz
2 Eigelb

Milch in einem kleinen Topf lauwarm erhitzen und die Butter darin schmelzen.

In einer kleinen Schüssel 2 EL Mehl, 2 EL des Zuckers, die zebröselte frische Hefe und etwas von der Milch mischen und 5-10 Minuten stehen lassen, bis die ischung grosse Blasen schlägt.

In einer großen Schüssel das Mehl mit dem restlichen Zucker und dem Salz mischen. Eigelb (etwas davon zum Bestreichen aufheben), das Milch-Buttergemisch und die Hefemasse daugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, bis dieser sich von der Schüssel löst.

An einem warmen Ort mit einem Tuch abgedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Dann den Teig vorsichtig zusammenschlagen, drei gleichgroße Stränge formen und zu einem Zopf flechten.
Diesen erneut 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Den aufgegangenen Zopf mit Eigelb-Milch-Gemisch bestreichen und ca 20 Minuten bei 180 Grad backen.



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Grandma's baguette-dumplings

In German, please ...
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.
Visiting Fort Wayne back in November last year, I was talking to Barbara about how my grandma teaches me cooking and baking: A little bit of this and a cup or two of that until it looks right . And then she told me about her grandma who emigrated to the USA a long time ago. with her German grammar-based English (when she gave me examples it made perfect sense to me) she also taught her to cook and bake so that it looks right.
Is this a German-Grandma-thing or do experienced home-cooking chefs do it like this all over the world?

My flatmate had leftover baguette of a dinner party he gave. It was sitting on the shelves in our kitchen for almost a week, completely dried out in the meantime. The best solution we could think of was, to call Granny and ask her how she made these wonderful bread-/roll-dumplings for Christmas' Dinner.

Well, you take a little bit of this and a little bit of that,... just that it looks right. Do not forget to add a slightly browned chopped onion and fresh parsley.
A miracle that everything came together perfectly and just an hour later we've enjoyed a large bowl of wonderful homemade "dumplings".

(It's hard to translate "Weckknoedel" properly. But just have a look at the picture and you might get an idea what I'm talking about. Yes, it's a traditional German side-dish and, believe me, so good.)

Granny's "Weckknoedel"
(approx. 15 dumplings)

8 baguette rolls baked a day ahead or one large baguette
1 onion
1/8 - 1/4 cup butter
salt, pepper, fresh nutmeg
2-3 cups lukewarm milk
fresh parsley
3 eggs
all purpose flour or breadcrumbs

salted boiling water

1. cut the rolls into 1 square inch big pieces. Put them in a large bowl and add the mild. Let sit for a while until the rolls soaked all the milk. Do not add too much milk so that they are not too squishy. (Start with little milk and add some if necessary).

2. Peel and chop the onion. Stirfry (using the butter) in a heavy based saucepan until they turn slightly golden and translucent. Wash and chop the parsley, set aside.

3. Bring water to a boil in a large pot. Add salt. (If you do not add enough salt the dumplings will taste boring.

4. To the soaked bread add 3 eggs, salt, pepper, nutmeg and the chopped parsley. Kead to a more or less homogeneous dough. If the dough is too soft add flour and/or breadcrumbs to thicken it.

5. Form balls (between a table tennis and a tennis ball size) using your hands and carefully put them in the boiling water.After a couple of second they will swim on the surface. Boil for a few minutes and enjoy.

TIP: How to figure out if the dough has the right thickness? It should be easy to form the balls which will keep their shape after you formed them. The dough should not stick too much to your fingers. Try to boil one "Knoedel" on it's own first - if it falls apart add more breadcrumbs. If the dough does not even stick together, add more milk.



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This is my flatmate. And if Christoph wasn't hiding under the table there would be no need to have this picture here :-)

Omas Weck-Knoedel - oder "so, dass es passt"

In English, please,...
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.

Mein Mitbewohner hat Silvester gefeiert. Trotz zahlreicher Gaeste liess es sich aber nicht vermeiden, dass am Ende etwa eineinhalb extra grosse Baguette uebrig waren. Leider waren die viel schneller trocken als man sie aufessen konnte.

Da lag es also, das uebriggebliebene Brot und trocknete langsam vor sich hin. Rettung musste her und zwar schnell.
An Weihnachten gab es Weckknoedel und was lag naeher als Oma zu fragen wie sie die macht um so das Brot vor seinem entgueltigen Verfall zu retten.

Aber, ich haette es wissen muessen!
" Ha jo, do nimmsch 8 alde Weck, Salz un' Peffer , warme Milch, 3 bis 4 Eier un' Weckmehl. Un dann kochsch die in Salzwasser, bis 'se schwimme."
So das Rezept, dass ich bekam, als ich Sie anrief.
Wir waren schon mitten am Kochen, als das Telefon klingelte und Oma meinte sie haette vergessen zu sagen, dass auch Petersilie und eine "gebet Zwiwwel" rein muss. Ausserdem solle man ca 1/2 bis 3/4 l Milch verweden, bis die Masse weich, aber nicht zu fluessig sei (genau recht eben - so, dass es richtig aussieht.

Wir sind ihren Ausfuehrungen genauestens gefolgt und wie auf wundersame Weise hat alles bestens funktioniert. Die einzige Verbesserungsmoeglichkeit lag in der Konsistenz des eingeweichten Brotes. Das war etwas zu hart. Eigentlich soll es ja auch nicht eine Woche sondern nur einen Tag Zeit zum Trocknen haben. Abgesehen davon hatten wir nach etwa einer Stunde eine dampfende Schuessel voller leckerer Knoedel auf dem Tisch.

Omas Weckknoedel
(nein, genauer geht es nicht :-) - fuer ca 15 mittelgrosse Knoedel)

8 Broetchen vom Vortag
1 Zwiebel
30-50g Butter
Salz, Pfeffer, Muskat
1/2 - 3/4 l lauwarme Milch
frische Petersilie
3 Eier
etwas Mehl oder Weckmehl (Semmelbroesel)

kochendes Salzwasser

1. Die Broetchen in kleine Stuecke reissen und in der lauwarmen Milch einweichen bis sie sich komplett vollgesaugt haben. (ca 1h stehen lassen)

2. Die Zwiebel fein wuerfeln und mit der Butter glasig anduensten. Die Petersilie waschen und kleinschneiden.

3. Einen grossen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen.

4. Die eingeweichten Broetchen mit den Eiern, der Zwiebel und Petersilie mischen und das Ganze mit Pfeffer Salz und eventuell frisch geriebener Muskatnuss wuerzen. Sollte der Teig zu weich sein einfach noch Mehl oder Weckmehl (Semmelbroesel) dazugeben, bis die Mischung "die richtige Konsistenz" hat.

5. Knoedel aus der Teigmasse formen und im Salzwasser fuer einige Minuten schwimmend kochen.

TIP: Um zu testen ob die Konsistenz "richtig" ist kann man folgendes beachten: Der Teig sollte sich problemlos zu Kugeln formen lassen, die nicht verlaufen und ihre Form im Wesentlichen behalten, wenn man sie in einer Schuessel stapelt. Zudem sollte er so wenig wie moeglich an den Haenden kleben bleiben. Man kann einfach einen Testklos kochen und sehen, ob er im Wasser zerfaellt. Wenn ja, ist der Teig noch zu weich.
Die Alternative ist lediglich 40 Jahre Knoedel-Koch-Erfahrung, dann weiss man, wann der Teig richtig aussieht. Habt ihr eine bessere Idee?


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Das ist mein Mitbewohner. Und haette Christoph sich nicht versteckt gaebe es gar keinen Grund das Bild hier hinzusetzen :-)

Weingebäck

Do you speak English?

weingebäck

Wenn dieser Post online erscheint, befinde ich mich vermutlich gerade 10.000 Meter über dem Boden, eingequetscht in einem Flugzeugsitz, gefüttert mit schrecklichem Essen und gelangweilt von Film und Radioprogramm. Aber ich werde mich freuen, auf das, was mich zu Hause erwartet: Wiedersehen mit Freunden, Weihnachten mit meiner Familie, aber vorallem auf Christoph, der mich am Bahnhof abholen wird! Ich freue mich riesig ihn wiederzusehen.

Aber, ich werde auch ein klein wenig traurig sein. Vermutlich schon im Flieger anfangen das verschneite Boston, meine Kollegen, vorallem aber auch meine drei Mitbewohner (und ganz besonders die Kleinste) zu vermissen.

Immerhin haben wir es noch geschafft am Sonntag die ersten Weihnachts"gutsl" zu backen. Hast Du Zeit?
Dann ab in die Küche! Deine Nase und Dein Gaumen werden es Dir danken. Wähle einen guten Rotwein, mit viel fruchtig würzigem Aroma. Einen guten Merlot oder Schwarzriessling zum Beispiel. Man wird nicht schmecken, dass es Wein ist, aber sein Geschmack prägt das Aroma der Kekse.

Mein Opa backt diese Sorte (zusammen mit 15 ! anderen Sorten) und es ist mir noch nicht gelungen sie genau so hinzubekommen wie er - ob es am Wein liegt? Ich sollte es mal ausprobieren.

Weingebäck

250g Mehl
125g Zucker
125g kalte Butter
~2 TL Zimt
4 EL Rotwein

Plätzchenausstecher
Backpapier

für die Glasur:
Rotwein (oder Wasser)
Puderzucker

1. Mehl, Zucker, kleingeschnittene Butter, Zimt und Rotwein in einer Schüssel gut vormischen und dann mit der Hand auf der Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verkneten.
2. Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 1h in den Kühlschrank stellen.
3. Teig ca 3-4 mm dick ausrollen und mit dem Plätzchenausstecher kleine Figuren ausstechen.
4. Blech mit Backpapier auslegen und bei 180°C ca 8-10 min backen.

Die Plätzchen werden nur leicht braun und sind, wenn sie aus dem Ofen kommen noch etwas zu weich um sofort vom Blech genommen zu werden. Am besten etwas abkühlen lassen. Backt man sie länger werden sie später zu knusprig.

5. Puderzucker mit Wein mischen, so dass eine dickflüsige Masse entsteht. Kekse damit bestreichen.

Gut schmecken die Plätzchen auch mit Orangensaft statt Wein. Nicht so würzig eben, sondern eher fruchtig.

Omas Schneckennudeln

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Morgen ist die Baby Shower für meine Mitbewohner. Eigentlich eine ziemlich nette amerikanische Tradition für Freunde und Familie. Mit "parents to be" führt man beinahe unausweichlich spannende und persönliche Gespräche über Familie im speziellen und das Leben im allgemeinen. Über Traditionen und ob man sie bricht oder mit ihnen lebt. Das ist schön, führte aber ein wenig dazu, dass sich ein wenig Heimweh bei mir breit machte. Ohnehin in der erfreulichen Pflicht etwas süßes für die Baby shower bringen zu müssen versuchte ich meine melancolische Stimmung mit einem von Omas Rezepten zu bekämpfen. Oh und ich wünschte Du könntest hier sein und meine Küche riechen. Wie das duftet!

Immer, wenn wir Oma und Opa besuchen und es ist Kaffezeit, sind zufällig Schneckennudeln im Gefrierfach.
Kurz vor der Heimreise kommt dann oft noch die Frage: "Soll ich noch ein paar Schneckennudeln auftauen? Dann habt ihr was für den Zug!" Und selten haben wir abgelehnt.

Meine ersten eigenen Schneckennudelbackversuche misslangen kläglich. Nicht annähernd reichte das Endergebnis an die gelobte Erinnerung. Und irgendwie sind sie auch diesmal nicht ganz so wie von Oma. Aber vielleicht muss das so sein, dass Oma und Opa einfach die Besten haben. Trotzdem bin ich heute ein klein wenig stolz und ich wünschte ich könnte Oma eine probieren lassen - gespannt auf ihr Urteil.

Der Hefeteig, so geschmeidig war der noch nie, ist regelrecht explodiert. Er wuchs und wuchs und wuchs und wollte gar nicht mehr aufhören. Die Schneckchen sind in einer langen Parade nur so auf die Bleche spaziert ...

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Und dann hüpfte eins nach dem anderen goldbraun aus dem Ofen. Erst nur ein paar,..

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dann mehr

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und noch mehr

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bis schliesslich das ganze große Sieb bis über den Rand voll war:

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Wir hatten einen Riesen Spaß! Meine Mitbewohnerin hat fleissig Mini-Calzones mit einem (fast) nicht enden wollenden Vorrat an Teig und Brokoli gebacken. Auf dem Herb blubberte ein indisches Eintopfgericht vor sich hin und mir wuchs langsam aber sicher der Teig über den Kopf. Das habe ich noch nie erlebt! Keine Ahnung woran das gelegen haben könnte. Wer weiss ob das feuchtwarme Ostküstenklima daran schuld ist. Bei über 80% Fahrenheit und einer Luftfeuchtigkeit (relative humidity) von 70% hat meine heute schon vom Nichtstun geschwitzt. Wer weiss, vielleicht war das genau das Richtige für meinen Teig. Nach einem fast endlos scheinenden Reigen von kleinen und mittelgroßen Schneckchen hab ich aufgegeben. Der zu einem Zopf geformte Teigrest hat sich, stetig wachsend, im Ofen noch einmal verdoppelt:

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Oma sagte: "Wenn Du viele willst, dann nimm 2 Pfund Mehl."
Viele ja, aber doch nicht so viele! Jetzt weiss ich wenigstens woher der nicht versiegende Tiefkühlvorrat an Schneckennudeln kommt.

Zutaten
500g Mehl
1 Pkg Hefe
150 ml Milch
80g Butter
80g Zucker
1 Prise Salz

für die Füllung:
3EL Zimt
4EL Zucker
sehr weiche Butter zum Bestreichen
1 Eigelb
3-4EL Milch
250g Rosinen

Zubereitung

1. den Teig wie hier beschrieben zubereiten.
2. Backofen auf ca 200°C vorheizen.
3. Zimt mit Zucker und in einer separaten Schüssel Ei mit Milch verrühren.
4. Den Teig zu Rechtecken von 60cmx20cm ausrollen, mit Butter bestreichen, mit Zimt - Zucker und Rosinen bestreuen.
5. Entlang der Längskante aufrollen und in Stücke schneiden. Das Ende der kleinen Rolle als Boden unter die Schnecke falten.
6. Schnecken auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, mit der Ei-Milch-Mischung bestreichen und im Ofen goldbraun backen.

....

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